Rückschau

FAIL EASY

Fine Arts Institute Leipzig (FAIL)
16.9. - 18.11.23

FAIL EASY. Fine Arts Institute Leipzig

Fine Arts Institut Leipzig (FAIL) glaubt an Kunst als einen gemeinsamen Raum für Begegnungen. Menschen gestalten und rezipieren angstfrei, wenn es nichts zu verlieren gibt. Dafür schafft FAIL Formate, die auf radikal ehrlicher Kreation, Vermittlung und Erlebnis von Kunst basieren – ob auf dem Dorf, im Gefängnis, im Museum oder in der Shopping Mall.

Obwohl Scheitern eine essenzielle Erfahrung im Leben von uns allen ist, fürchten sich viele Menschen davor. FAIL glaubt: Künstler*innen sind Profis im Umgang mit Fails. Denn kreative Arbeit ist nur möglich, wenn es auch Raum zum Scheitern gibt. Deswegen eröffnet FAIL Räume, in denen Kunst der Ausgangspunkt für Begegnung ist und gemeinsam Neues ausprobiert werden kann.

Konstantin Voit. OPEN LAByrinth

Projektresidenz
25.7. – 2.9.2023

 

Konstantin Voit. OPEN LAByrinth
Im Sommer 2023 verwandelt sich der Ausstellungsraum ZOOM des Kunstvereins Ludwigshafen in der Rhein-Galerie in ein Offenes Labor des Kunstschaffens, Kunstdenkens, der Konzentration und Kommunikation. Der Maler und Konzeptkünstler Konstantin Voit verlegt seine künstlerische Tätigkeit in die Rhein-Galerie, um vor Ort ein großes Bodenlabyrinth zu realisieren, das mit seinem schlangenhaften Charakter direkten Bezug auf das Einkaufszentrum nimmt.

Die raumgreifende Installation mit weiteren Beispielen aus Voits vielfältigem Werk speist sich aus dem SYSTEM, ein tausend einzelne Blätter und Objekte umfassender Ideenkatalog, in dem der Künstler grundlegende Fragen von Bild, Material, Zeit und Ordnungssystematiken versammelt.

Alex Heide - LIQUID ZONE

22.4. – 15.7.2023

Alex Heide. Liquid Zone
Alex Heide nutzt und begreift Fotografie als performatives Annähern und bezieht sich damit nicht allein auf das Er­gebnis eines materiellen Bildes. Das Eintauchen in soziale Strukturen und Räume, in privates Leben und zwischen­menschliche Beziehungen sind ihr Ausgangspunkt, um Kommunikation mit und durch die Mittel der analogen Farb­fotografie zu produzieren, zu reproduzieren und zu reflektieren. Dabei lautet die Frage nicht mehr „Was gebe ich fotografisch preis?“, sondern „Wie nutze und zeige ich Fotografie?“

Creature Feature. Malte Bruns

26.11.22 - 1.4.23

Creature Feature. Malte Bruns
Im Kontext des Ausstellungsortes der Rhein-Galerie in Ludwigshafen präsentiert der Künstler Malte Bruns im ZOOM eine Reihe neuer Skulpturen in einer eigens hierfür entwickelten Ausstellungsszenerie. Im Zentrum von Bruns Installationen, Skulpturen und Filmen stehen fragmentarische Abformungen und 3D-Drucke von menschlichen Gliedmaßen und Organen, die neu zusammengesetzt ein monsterhaft-groteskes Eigenleben entwickeln. Diese Schöpfungen wirken gleichzeitig vertraut und fremd, abstrakt und doch lebendig. Bruns kommentiert mit seiner künstlerischen Praxis auf teils humoristische Weise genetische und technische Erweiterungen des Menschen und wirft Fragen nach der Bedeutung von Natürlichkeit für unsere Gegenwart auf. In Zeiten, in denen wir unseren Köper verstehen und formen wie nie zuvor, seine medizinische Versorgung, Selbstoptimierung und plastische Chirurgie in die schiere Unermesslichkeit vorantreiben, verortet sich dieses künstlerische Werk zwischen Versehrbarkeit, Manipulation und Fiktion.

Now you have to respect me. Ira Konyukhova

17.9. - 5.11.22

Die Werke von Ira Konyukhova kreisen immer wieder um die Frage, inwiefern Politik und Zeitgeschehen sowie deren mediale Übersetzungen Einfluss auf das Individuum und die Gesellschaft nehmen. Für ihre erste institutionelle Einzelausstellung im Quartier ZOOM des Kunstvereins Ludwigshafen in der Rhein-Galerie hat die Künstlerin sich intensiv mit der diversen Bürgerschaft Ludwigshafens beschäftigt. Infolge dieses Prozesses präsentiert sie mehrere Neuproduktionen im Diskursfeld Respekt, Freiheit und Migration. Der Film Speaking about respect with the leaves (2022), der im Zentrum der Ausstellung steht, ist ein emotional gefärbtes Porträt einer kleinen Gruppe Heranwachsender aus Ludwigshafen und fungiert zugleich als Stellvertreter einer durch Einwanderung und Flucht geprägten Stadtgesellschaft: Der künstlerische Experimentalfilm setzt persönliche Erfahrungen wie Ausgrenzung, Ächtung und Sehnsucht gestisch in Bezug zum urbanen Raum und zum gesellschaftlichen Ökosystem.

Beating Pulses. Tomás Espinosa

24.9.2022

Mit dem Workshop und der dazugehörigen Lichtperformance Beating Pulses des Künstlers Tomás Espinosa lädt der Kunstverein die Ludwigshafener Bevölkerung ein, dem Herzschlag ihrer Stadt nachzuspüren. In einem für alle gesellschaftlichen Gruppen offenen, mehrtägigen Angebot wird unter Anleitung Espinosas eine umfangreiche körper- und inhaltsbasierte Erforschung der Geschichte und Gegenwart Ludwigshafens durchgeführt und gemeinsam eine ausdrucksstarke Choreografie erarbeitet. Diese wird am Abend des 24. September 2022 in Form einer durch die Innenstadt wandernden partizipativen Performance mit bis zu 40 pulsierenden Lichtskulpturen für ein breites Publikum zur Erfahrung. Dabei bestehen die Möglichkeiten, mit dem Leuchten der tragbaren Skulpturen einen singulären Rhythmus, aber auch einen kollektiven Pulsschlag als Gruppe zu finden sowie ephemere Architekturen und temporäre Räume zu kennzeichnen. Das Projekt Beating Pulses möchte den Teilnehmer*innen ihre Heimatstadt als ständig pulsierendes Reservoir an Erfahrungen und Erinnerungen näher bringen und die Möglichkeit eröffnen, Ludwigshafen wortwörtlich in neuem Licht zu betrachten.

Technologies of Togetherness. Marlies Pöschl

11.6. – 14.8.2022

Je mehr die herannahende Klimakrise als existenzbedrohende ökologische Katastrophe in unser Bewusstsein rückt, umso lauter werden die Forderungen nach einem gesellschaftlichen Wandel hin zu Konzepten einer nachhaltigen Lebensgestaltung. Neo-Ökologie bildet die Grundlage einer neuen globalen Identität, die unsere Zukunftsaussichten fest im Blick hält, allerdings auch wirtschaftlich instrumentalisiert. Die Frage, wie wir aktuell und künftig Sorge füreinander tragen können, erfährt in diesem Kontext erhöhte Brisanz: Mangelnde Chancengleichheit, das dauerhaft überlastete Pflegesystem oder der noch immer nicht vorhandene Klimagenerationen-vertrag sind nur einige der Seismografen der so oft unstimmigen Balance im Sozialen. Marlies Pöschl entwickelt mit ihren multiperspektivischen Filmen und Installationen häufig in offenen Formaten des pädagogischen Austausches und kollektiven Arbeitens ein Abbild dieser Bruchstellen konfliktbehafteter Realität. In ihren Werken klingen immer wieder drängende Zukunftsfragen an, darunter auch jene, wie sich die zum Leben benötigten Infrastrukturen, etwa Nahrungsmittelproduktion und Care-Arbeit, durch den technologischen Fortschritt verändern könnten. Die Ausstellung Technologies of Togetherness im Kunstverein Ludwigshafen ist die erste institutionelle Einzelpräsentation der österreichischen Künstlerin in Deutschland.

Bodies in (e)Motion

From Where I Stand – Biennale für aktuelle Fotografie
19.3. – 22.5.2022

Die dritte Biennale für aktuelle Fotografie rückt unter dem Titel From Where I Stand fotografische Positionen zwischen Kunst, Journalismus und Aktivismus in den Fokus. Die von Iris Sikking, Kuratorin der Biennale 2022, ausgewählten Künstler*innen verbindet, dass sie das aus dem Gleichgewicht geratene Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Technik thematisieren und zu den daraus resultierenden weltweiten Krisen explizit Stellung beziehen. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen und mit unterschiedlichsten Medien und Materialien regen sie dazu an, über die Frage nachzudenken, wie eine lebenswerte Zukunft aussehen könnte. Die Biennale umfasst sechs Ausstellungen in sechs Häusern in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg mit Arbeiten von rund 40 internationalen Künstler*innen, Kollektiven und Fotograf*innen. 

Alles Mögliche

Ehemalige Studierende der Klasse für Medienkunst Dieter Kiessling
4.12. 2021 -13.2.2022

Ani Barseghyan, Tobias Becker, Meike Borchers, Eric Cusminus, Sierra Diamond, Elisabeth Heil, Anne-Louise Hoffmann, Berit Jäger, Hyeongsuk Kim, Franziska Kolling, Sarah Oh-Mock, Benja Riegenroth und Stephan Wiesen

 

Seit 2005 ist Dieter Kiessling Professor der Klasse für Medienkunst an der Kunsthochschule Mainz, war hier von 2014 bis 2017 als Rektor tätig. Aus seiner Klasse gingen und gehen immer wieder junge Künstlerinnen und Künstler hervor, die sich neueren analogen und digitalen Medien bedienen und damit auch überregionale Erfolge feiern. Prof. Kiessling hat so mit seiner Lehre eine ganze Generation von Künstler*innen aus Rheinland-Pfalz geprägt. In der Ausstellung „Alles Mögliche“ im Kunstverein Ludwigshafen zeigen 13 seiner ehemaligen Studierenden aktuelle Skulpturen, Drucke, Installationen, Fotografien, Videos und Performances und präsentieren das Ergebnis ihrer künstlerischen Arbeit der letzten Jahre. 

 

Urbanität in Bearbeitung

11.9. – 21.11.2021

Stephan Backes, Knut Eckstein, Sandra Köstler, Katja von Puttkamer, Ina Weber, raumlaborberlin, TU Berlin

2018 haben Zuschauer*innen des NDR-Satiremagazins „Extra 3“ Ludwigshafen zur hässlichsten Stadt Deutschlands gewählt. Tatsächlich steht die Chemiestadt am Rhein mit ihrer prekären städtebaulichen Situation modellhaft für viele andere mittelgroße deutsche Städte.

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