Kunstfahrt Basel

Termin: Samstag, 23.06.2018

„Bacon Giacometti“, Fondation Beyeler in Riehen und „Bruce Nauman. Disappearing Acts“ im Schaulager, Basel

Gleich drei große Künstler erwarten uns in Riehen und in Basel: Zwei Leuchttürme und zwei starke Individualisten, Francis Bacon und Alberto Giacometti, stehen sich in der Ausstellung in der Fondation Beyeler gegenüber. In der Präsentation von insgesamt 100 Werken werden erstaunliche Parallelen sichtbar: das Interesse an- und die Bedeutung der menschlichen Figur, die Darstellung von Raum, wobei beide käfigartige Gebilde in ihre Werke mit einbezogen und der fragmentierte und deformierte Körper. Beide teilten eine Obsession für das Porträt und die damit verbundene menschliche Individualität, sie waren fasziniert von menschlichen Abgründen. Dies und viele weitere Gemeinsamkeiten werden in einer großen Schau mit Werken aus renommierten Museen weltweit und bedeutenden Privatsammlungen gezeigt.   

Im Schaulager in Basel begegnen wir einem großen zeitgenössischen Künstler, Bruce Nauman. Eine umfassende Retrospektive zeigt das Werk des wohl einflussreichsten amerikanischen Künstlers unserer Zeit. Die Ausstellung „Bruce Nauman: Disappearing Acts“ bietet die einmalige Gelegenheit, das gesamte mediale Spektrum Naumans zu entdecken: Dieses reicht von Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien und Neonar-beiten bis hin zu Performances, Videos, Filmen, Skulpturen und raumgreifenden Installationen. 
Reiseleitung: Barbara Auer

 

Bild: ALBERTO GIACOMETTI UND FRANCIS BACON, 1965, Silbergelatineabzug, Foto: © Graham Keen

Kunstfahrt Bonn und Remagen

Termin: Samstag, 13.10.2018

„Das Auge der Stadt. Der Flaneur vom Impressionismus bis zur Gegenwart“, Kunstmuseum Bonn und „Gotthard Graubner. Mit den Bildern atmen“, Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen

Das Kunstmuseum Bonn widmet sich dem Motiv des Flaneurs in der Kunst, der mit der Entwicklung der urbanen Metropolen im 19. Jahrhundert auf das Parkett tritt. Die fließende, schweifende und distanzierte Wahrnehmungsform des Flaneurs kann nicht nur für das 19. Jahrhundert, sondern gerade auch für die heutige, sehr komplexe Wirklichkeit begriffen werden. Die Ausstellung beschäftigt sich dem künstlerisch bearbeiteten Bild des urbanen Raumes durch den Blick des Flaneurs mit Arbeiten u.a. von van Gogh, A. Macke, E.L. Kirchner, G. Grosz über die Fotografie des frühen 20. Jahrhunderts bis zu Künstlern der Gegenwart, die mit Film und Audiowalk verdichtete und zugleich ephemere Räume der Collage und der Passage erzeugen.

Im Arp Museum begegnen wir einem der wichtigsten abstakten Maler der Gegen-wartskunst, Gotthard Graubner (1930 –2013). Ausgangspunkt der Schau sind zehn außergewöhnliche Schwarz-Weiß-Fotografien von Graubner, die tanzende Mönche des Klosters in Bhutan zeigen und die sich in der Sammlung befinden. Graubners Interesse am Buddhismus schwingt in der Ausstellung atmosphärisch mit; formale Momente wie Transparenz, Leichtigkeit und Durchdringung sowie die Farboberfläche als lebendiger Organismus spielen in seinem Werk eine große Rolle. In 50 Arbeiten wird die Entwicklung von einer gedeckten Farbpalette zu einem wahrhaftigen Farbenrausch sichtbar; der Betrachter kann sich in den Farbräumen verlieren oder wie vom Künstler erwünscht, mit den Bildern atmen.

 

Gotthard Graupner, Lapili, 1995; H.R. Pohl, Köln. Foto: Jochen Littkemann, Courtesy of Galerie Karsten Creve