WERTstadt – Performative Urbanität

WERTstadt – Performative Urbanität

11.9. – 21.11.2021

„WERTstadt – Performative Urbanität“ bietet seinen Besucher*innen Gelegenheiten die Werte Ludwigshafens (neu) zu entdecken und sich der Nutzung des Stadtraums bewusst zu werden. Das Veranstaltungsprogramm des Kunstvereins thematisiert die konfliktgeladene urbane Topografie, die in der Stadt am Rhein allgegenwärtig ist und lädt zahlreiche Stadtakteur*innen, sowie Expert*innen von Außerhalb ein, die öffentlichen und sozialen Räume zu verändern, zu beobachten oder einfach zu benutzen. Der Wert nimmt dabei die Praxis des Wertschätzens ein und artikuliert jenseits der ökonomischen Betrachtung der Stadt die alltagsspezifischen Wichtigkeiten der Stadtbewohner*innen, die täglich das urbane Leben mitproduzieren. Geboten werden kreative Workshops, ortsspezifische Performances, Spaziergänge, Konzerte und Diskussionen.

Das offene Programm schafft das partizipatorische Angebot Werte körperlich zu dekodieren, sowie zu sammeln, erkennen und Raumpotenziale zu verstärken, z. Bsp. im „Souvenir Shop” des Social Innovation Lab der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen oder mit der mobilen Stadtskulptur „RAUMVERSTÄRKER” des Mannheimer Architektenkollektivs Yalla Yalla! – studio for change. „WERTstadt“ findet draußen vor den Türen und innerhalb des städtischen Zentrums Ludwigshafens statt. In der Reihe ortsspezifischer Performances „Wir sind Ludwigshafen“ des AdRem Jugendtheaters verkörpern junge Tänzer*innen ihre Werte und Gedanken zur städtischen Architektur in spontanen Tanzperformances zwischen Rhein-Galerie und Berliner Platz. In einem graphischen Kommentar erzeichnet das Konzeptstudio ANICOWORKING die Planstadt und bringt diese als textile Intervention in den Stadtraum zurück. In diskursiven Formaten kommen alle zu Wort: In einem Stadtspaziergang mit dem Architekten Daniel Korwan werden Überlegungen zur Weitergestaltung von obsoleten Typologien verhandelt, während das Social Innovation Lab zu öffentlich-kritischen Stadtlesungen zu den Themen „Wohnen und Alltag“ einlädt. Zusammen mit dem Chor der Visionen können interessierte Ludwigshafener*innen ihre Beschwerden und Lösungsansätze zu den Abrissorten von der Pilzhochstraße bis hin zur Hochstraße Nord laut und kollektiv performen. Das multikulturelle Leben Ludwigshafens und seine vielen Einflüsse werden in Outdoor-Kochkursen der Malteser interkulturelle Begegnungsstätte abgebildet. Die Jugendkunstschule unARTig des Kunstvereins Ludwigshafen erweitert das Programm mit Praxisangeboten für Kinder und Jugendliche: Gemeinsam werden Spaziergänge und Erkundungstouren angeboten, aus denen im „Urban Garden“ Hochbeete entstehen oder im Workshop „Urban Sketching“ die Architektur und das Stadtleben Ludwigshafens gezeichnet werden. Mit dem Auge der Kamera werden im „INSTAwalk“ die Teilnehmer*innen zum Content Creator und im Workshop „Storytelling“ vermittelt die Fotografie Geschichten der Stadt. In einer performativen Auktion mit der Künstlerin und Stadtforscherin Stella Flatten und der Kuratorin Diana Lucas-Drogan findet „WERTstadt“ mit dem Verkauf aller während des Projektes gesammelten Werte an die Stadtbewohner*innen seinen Abschluss.

Mit AdRem Jugendtheater, ANICOWORKING, Stella Flatten, Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, Yalla Yalla! – studio for change, Daniel Korwan, Sandra Köstler, Malteser interkulturelle Begegnungsstätte, Marius Ohl, Coco Safir, Heidrun Schmiedel, Anika Skibba, Matthias Stoffel, Bernhard Vanecek, Katrin Wildner. Kuratiert von Diana Lucas-Drogan
 

Bitte beachten: Die Teilnahme an „WERTstadt“ ist kostenfrei, aber in großen Teilen anmeldepflichtig! Hier geht’s zum vollständigen Programm

Der Besuch von Veranstaltungen des Kunstvereins Ludwigshafen ist aktuell nur geimpft, genesen oder negativ getestet möglich. Bitte halten Sie die entsprechenden Nachweise bereit. In der Ausstellungshalle gelten zudem Maskenpflicht und Abstandsgebot.

Das Projekt „WERTstadt – Performative Urbanität" wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR und von der BASF SE gefördert.