DELTABEBEN

Eva Gentner I Christopher Amm I Adrian Nagel
13.4. - 15.6.2024

Seit ihrer Gründung zeigt die Regionale DELTABEBEN alle zwei Jahre im Wechsel zwischen Mannheim und Ludwigshafen eine Bestandsaufnahme der regionalen zeitgenössischen Kunstzenen in der Metropolregion Rhein-Neckar. In der diesjährigen Ausgabe präsentieren des Wilhelm-Hack-Museum und der Kunstverein Ludwigshafen 21 Künstler*innen verschiedener Altersgruppen, die ihren Arbeits- und Lebensmittelpunkt im erweiterten Rhein-Neckar-Raum haben. Die Ausstellung im Wilhelm-Hack-Musuem ist bis zum 28. Juli verlängert.

Der Kunstverein Ludwigshafen zeigt im Rahmen des Deltabeben ein Kooperationsprojekt der Künstler: innen Christopher Amm, Eva Gentner und Adrian Nagel.

Die Gruppe beschäftigt sich mit dem Thema des Vagen und Unbestimmten. Im Fokus ihrer Recherche stehen dabei Phänomene wie Störungen und Täuschungen der Wahrnehmung, Hintergrundrauschen und sinnliche Reize, die ausgeblendet werden, weil sie vermeintlich keine Information bergen sowie atmosphärisches Wahrnehmen. Dabei gilt es herauszufinden, welche Rolle das Chaotische und Unbestimmte in den Ordnungs- und Erklärungsversuchen unserer Gesellschaften einnimmt und welchen Raum diese “dem Vagen” einzuräumen vermag. 

Die Ausstellung zeigt die jüngst entstandenen Arbeiten der drei Künstler: innen – darunter Zeichnungen, Objekte, Klanginstallationen sowie Videos und Texte.

Christopher Amm (*1992) lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte in Karlsruhe bei Helmut Dorner und in Neapel sowie bei Mark Lammert an der UdK Berlin, wo er 2021–22 einen Lehrauftrag für Malerei innehatte. Amm erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, darunter den Helmut-Thoma-Preis.

Eva Gentner (*1992) studierte Bildende Kunst in Karlsruhe (ebenso bei Helmut Dorner) und erhielt seit Ende des Studiums zahlreiche Preise und Stipendien. Zuletzt waren ihre Zeichnungen in der Kunsthalle Mannheim in der Ausstellung “1,5 Grad” zu sehen. Sie lebt und arbeitet in Mannheim. 

Adrian Nagel (*1990) studierte Komposition und Musiktheorie in Dresden, Basel und Freiburg bei Mark Andre, José M. Sánchez-Verdú, Caspar Johannes Walter und Felix Diergarten. Derzeit promoviert er an der Hochschule für Musik Freiburg. 2019 war er u.a. Preisträger des Kompositionswettbewerbs “ad libitum” des Netzwerks Neue Musik Baden-Württemberg. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtet er im Lehrauftrag an der HfMDK Frankfurt. Er lebt und arbeitet in München.  

Die Gruppe erhielt im Jahr 2022 für ihre Kooperation ein Sonderstipendium (INITIAL2) der Akademie der Künste in Berlin.