Kunstfahrt Tübingen /Waldenbuch

Termin: Samstag, 16.3.2019

Tübingen / Waldenbuch, am Samstag, 16.3.2019

„Congo Stars“, Kunsthalle Tübingen und „Squares in Motion“, Museum Ritter Waldenbuch

Die Kunsthalle Tübingen zeigt Werke aus der Demokratischen Republik Kongo von den 1960er-Jahren bis heute. Die Ausstellung Congo Stars versammelt neben den internationalen auch die lokalen Stars der kongolesischen Kunstszene. Entlang eines thematischen Parcours reflektiert die Schau die nationale und internationale Bedeutung der populären Malerei aus dem Kongo mit Blick auf europäische Kunstrezeption Kulturschaffender in afrikanischen Ländern. Die Demokratische Republik Kongo gilt hinsichtlich seiner Bodenschätze und Naturvorkommen als eines der reichsten Länder der Welt, seine Bewohner*innen hingegen gehören zu den Ärmsten Afrikas. Diese Diskrepanz ist das unveränderte Ergebnis kolonialistischer Übernahme, diktatorischer und gewinnmaximierender Ausbeutung und Korruption.

Das Museum Ritter stellt Kunst, die sich verändert und bewegt in den Fokus der Ausstellung. Squares in Motion zeigt, auf welch unterschiedliche Weise kinetische Werke mit unserer Wahrnehmung spielen. Zu sehen sind über 60 Gemälde, Objektkästen und Plastiken aus der Sammlung Hoppe-Ritter von den 1950er-Jahren bis heute. Eine erste Blütezeit erlebte die kinetische Kunst um 1960 mit der italienischen Arte programmata und mit Gruppen wie ZERO in Düsseldorf oder GRAV in Paris. Beflügelt vom Geist des Aufbruchs in einer veränderten, mobilen Lebenswelt, stellten diese Strömungen die traditionellen Vorstellungen von Kunst in Frage und führten zahlreiche Innovationen wie Raum, Zeit, Dynamik und Rhythmus sowie neue Mittel wie Elektro-motoren, mechanische Antriebe, Licht und industriell produzierte Materialien ein.   

Reiseleitung: Barbara Auer

Dadamaino, Oggetto ottico-dinamico, 1964 © Künstlerin

 

Kunstfahrt Basel

Termin: Samstag, 21.9.2019

„William Kentridge. A poem that in not our own“, Kunstmuseum Basel und „Rebecca Horn. Körperphantasien”, Tinquely-Museum  

Der Südafrikaner William Kentridge (*1955) gehört zu den international bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern. Er ist nicht nur bildender Künstler, sondern auch Filmemacher und Regisseur. Seit mittlerweile mehr als drei Jahrzehnten bewegt sich sein umfassendes Schaffen durch unterschiedliche künstlerische Medien wie Animationsfilm, Zeichnung, Druck, Theaterinszenierung und Skulptur. In der in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler konzipierten Ausstellung werden im Kunstmuseum Basel neben zeichnerischen und filmischen Werken aus den 1980er und 1990er Jahren auch Arbeiten aus der jüngeren Produktion des Künstlers gezeigt. Seine teils raumfüllenden Arbeiten und Installationen setzen sich mit sozialen und ethnischen Konflikten in Südafrika und Europa auseinander; in den jüngsten Werken mit der wenig erforschten Rolle Südafrikas im 1.Weltkrieg.

Das Museum Tinquely und das Centre Pompidou-Metz präsentieren in einem gemeinsamen Projekt die Künstlerin Rebecca Horn (*1944). Metamorphosen – biologische, chemische, mythologische und phantastische Prozesse kennzeichnen ihr Werk, das sich oftmals im Grenzbereich verschiedener künstlerischer Disziplinen wie Installationen, Performances, skulpturale Raum-Installationen, kinetische Objekte, poetische Texte, Film und Zeichnung bewegt. Die besondere Bedeutung des Moments der Verwandlung bildet den gemeinsamen Ausgangspunkt für die zwei zeitgleich stattfindenden Ausstellungen. In der Präsentation in Basel stehen die Transformationsprozesse von Körper und Maschine im Mittelpunkt. 

Reiseleitung: Barbara Auer

William Kentridge, More sweetly play the dance, 2015, 8-Channel Video Installation, ©William Kentridge, Courtesy of the artist and Marian Goodman Gallery ©studiohanswilschutEYEFILM