Kunstfahrt Bonn und Remagen

Kunstfahrt Bonn und Remagen

Termin: Samstag, 13.10.2018

„Das Auge der Stadt. Der Flaneur vom Impressionismus bis zur Gegenwart“, Kunstmuseum Bonn und „Gotthard Graubner. Mit den Bildern atmen“, Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen

Das Kunstmuseum Bonn widmet sich dem Motiv des Flaneurs in der Kunst, der mit der Entwicklung der urbanen Metropolen im 19. Jahrhundert auf das Parkett tritt. Die fließende, schweifende und distanzierte Wahrnehmungsform des Flaneurs kann nicht nur für das 19. Jahrhundert, sondern gerade auch für die heutige, sehr komplexe Wirklichkeit begriffen werden. Die Ausstellung beschäftigt sich dem künstlerisch bearbeiteten Bild des urbanen Raumes durch den Blick des Flaneurs mit Arbeiten u.a. von van Gogh, A. Macke, E.L. Kirchner, G. Grosz über die Fotografie des frühen 20. Jahrhunderts bis zu Künstlern der Gegenwart, die mit Film und Audiowalk verdichtete und zugleich ephemere Räume der Collage und der Passage erzeugen.

Im Arp Museum begegnen wir einem der wichtigsten abstakten Maler der Gegen-wartskunst, Gotthard Graubner (1930 –2013). Ausgangspunkt der Schau sind zehn außergewöhnliche Schwarz-Weiß-Fotografien von Graubner, die tanzende Mönche des Klosters in Bhutan zeigen und die sich in der Sammlung befinden. Graubners Interesse am Buddhismus schwingt in der Ausstellung atmosphärisch mit; formale Momente wie Transparenz, Leichtigkeit und Durchdringung sowie die Farboberfläche als lebendiger Organismus spielen in seinem Werk eine große Rolle. In 50 Arbeiten wird die Entwicklung von einer gedeckten Farbpalette zu einem wahrhaftigen Farbenrausch sichtbar; der Betrachter kann sich in den Farbräumen verlieren oder wie vom Künstler erwünscht, mit den Bildern atmen.

 

Gotthard Graupner, Lapili, 1995; H.R. Pohl, Köln. Foto: Jochen Littkemann, Courtesy of Galerie Karsten Creve